Spaziergänge im Wald


Bois des Rêves
© OPT-Flemal - Bois des Rêves

Bis vor Kurzem war nur die wirtschaftliche Funktion des Waldes berücksichtigt. Nur ab der 60. Jahre fängt man damit an, vom « Freizeitwald » zu sprechen. Ab 1971 wird dann die soziale Rolle des Waldes im Vordergrund gestellt ; der Wald wird wird zu einem Entspannungsort.

Seit 1972 wird der Empfang der Spaziergänger in den Staatsforsten organisiert. In Privatforsten hängt es vom Eigentümer ab. Außerhalb der Wälder um die Städte (10% insgesamt) wo die soziale Rolle sehr wichtig ist, wurden 82 Empfangsplätze von insgesamt 65 Ha für den Empfang der Touristen gebaut, sowie didaktische Wege und Museen.

Verkehr im Wald

Der Waldzugang wird unter dem Gesichtspunkt der ständigen Entwicklung geregelt, um den Schutz des Ökosystems zu garantieren. Das Ziel ist, den Wanderern die Gelegenheit zu geben, den Wald zu genießen, ohne ihn zu stören. Deswegen müssen die Hundeigentümer zum Beispiel ihre Hunde an der Leine halten.
Die Zugangsregelungen gelten für alle private und Staatswälder in der Wallonie. Normalerweise ist der Zugang zum Wald auf den öffentlichen Strassen nur dann erlaubt, wenn es Spuren auf der Strasse gibt und wenn es keine Verbotsschilder oder Schranken gibt.

Mountainbike Sart Tilman
© OPT-Flemal - Sart Tilman

Es gibt drei Typen:
- Der Pfad (öffentlicher Weg, wo sich zwei Fußgänger nicht treffen können) ist nur für Fußgänger zugänglich.
- Der Wanderweg (öffentlicher breiterer Weg, wo keine Autos fahren können, aber wo sich zwei Fußgänger leicht treffen können) ist für Fußgänger, Fahrradfahrer, Skifahrer und Reiter zugänglich.
- Die Strasse (öffentlicher gepflasterter, betonierter oder asphaltierter Weg für den Verkehr von Wagen) ist auch für Motorwagen zugänglich.

Es gibt einige Ausnahmen, wo man außerhalb der Wanderwege gehen kann. Man muss aber dann den Eigentümer (Wallonische Region, Gemeinde, Provinz, Privateigentümer…) fragen.

Der Wald kann manchmal der breiten Öffentlichkeit im Falle einer Gefahr (Jagd, Brand…) geschlossen werden. Rote Schilder sind dann da, um Erklärungen zu geben.

Markierung

Die einfachste und meistens die interessanteste Weise, im Wald spazieren zu gehen, ist den Markierungen zu folgen. Sie werden dabei die interessantesten Orte entdecken und Erklärungen dazu bekommen. 2007 werden neue Wege markiert.

Es gibt andere markierte Wege auf lokaler oder internationaler Ebene, wie z.B. die Fernwanderwege (GR).

Es gibt auch andere Empfangsstrukturen für die Touristen, wie z.B. die Empfangsplätze. Es sind markierte Gebiete, wo die Fußgänger Informationen finden, wo die Wagen zeitweilig halten können oder wo einige Entspannungsaktivitäten und Spiele zu finden sind.


Spaziergängerkodex

1. AUF DIE WEGE BLEIBEN, DIE DEM VERKEHR GEÖFFNET SIND, um das Gleichgewicht zwischen Pflanzen und Tieren nicht zu stören. Du kannst unsere Wälder anhand von markierten Wanderwegen entdecken.
2. DER VERKEHR MIT MOTORWAGEN ist nur auf einigen Strassen, die dem Verkehr geöffnet sind, erlaubt. Die Wanderer können das Frieden des Waldes genießen. Bitte nicht schreien und kein Lärm machen, um die Tiere nicht zu stören.
3. HALTE DEINEN HUND AN DER LEINE. Dein Hund wird ansonsten die Tiere beängstigen.
4. NICHTS AUF DIE BÄUME EINSCHNITZEN. Wenige Blumen pflücken, vor allem wenn diese Art geschützt ist.
5. KEIN FEUER ANZÜNDEN: Im Wald gibt es immer eine Brandgefahr.
6. IM WALD ZU ZELTEN IST VERBOTEN. In der Umgebung gibt es Campingplätze.
7. WÄHREND DER JAGDZEIT VORSICHTIG SEIN UND DIE VERBOTSSCHILDER RESPEKTIEREN: Diese Schilder sind zu Ihrer Sicherheit da.
8. SEINE ABFÄLLE MITNEHMEN. Der Wald muss sauber bleiben.
9. DIE FLÜSSE SIND AUCH BELEBT. Du musst sie nicht stören.


Infos : http://enforet.wallonie.be